Wortschatz : Wörter des Tages : Belegstellen für »Kernenergie« am 03.07.2009
  1. Auf Kernenergie als solche könne derzeit nicht verzichtet werden.
  2. Deutschland ist umzingelt, hadert selbst aber mit der Kernenergie, wie unsere interaktive Infografik verrät.
  3. Skepsis gegenüber der Kernenergie wurde in diesen frühen Jahren ausgerechnet von jenen geäußert, bei denen man es am wenigsten erwarten würde: von der Energiewirtschaft.
  4. Interessanterweise wurden die Risiken der Kernenergie gerade in Betreiberkreisen zu jener Zeit noch recht offenherzig diskutiert - etwa die gesundheitsschädlichen Wirkungen der radioaktiven Strahlungen oder das Problem der Entsorgung radioaktiver Abfälle.
  5. Der Beginn der öffentlichen Proteste Widerstände gegen die Kernenergie gab es erstmals Ende der sechziger Jahre im Zusammenhang mit dem geplanten Bau von Kraftwerken.
  6. Die unmittelbare Folge der Ölkrise war jedoch zunächst eine verstärkte Hinwendung zur Kernenergie, erschien doch ihr Ausbau als eine geeignete Krisenstrategie, um die Erdölabhängigkeit der Bundesrepublik zu verringern.
  7. Nur wenige Wochen vor dem Ölpreisschock vom Oktober 1973 hatte die sozialliberale Bundesregierung ein Energieprogramm vorgelegt, das neben der Nutzung von Steinkohle, Braunkohle und Gas einen massiven Ausbau der Kernenergie vorsah.
  8. Erst später wurde die Angst vor radioaktiven Gefahren der Kernenergie Mittelpunkt der Diskussion.
  9. Im Rückblick ist es verständlich, dass die Kernenergie aufgrund ihrer unsichtbaren Strahlung von der Öffentlichkeit als besonders unheimlich und gefährlich wahrgenommen wurde - und wird.
  10. Ebenso ist begreiflich, dass die offene Frage einer absolut sicheren Endlagerung nicht dazu angetan war, das Vertrauen der Menschen in die Kernenergie zu erhöhen - und das gilt bis zum heutigen Tag.
  11. Mit anderen Worten: Die Kernenergie wurde immer mehr zum Kristallisationspunkt eines tiefgreifenden gesamtgesellschaftlichen Wertewandels.
  12. Der Protest gegen die Kernenergie wurde Ausdruck eines neuen Lebensgefühls.
  13. Dem stand der umweltpolitische Flügel gegenüber, der die Kernenergie vor allem aufgrund der Sicherheitsrisiken und der ungelösten Entsorgungsfrage ablehnte.
  14. Die Frage, ob die Kernenergie weiter ausgebaut werden solle oder nicht, blieb offen.
  15. Der Weg in den Ausstieg Den offenen Bruch mit der Kernenergie vollzogen die Sozialdemokraten 1984, als sie auf einem Bundesparteitag erstmals eindeutig und geschlossen gegen sie Stellung bezogen.
  16. Es war meines Erachtens kein Zufall, dass es zum Bruch der Sozialdemokraten mit der Kernenergie erst nach der Regierungsübernahme durch Helmut Kohl kam.
  17. Die Ablehnung der Kernenergie wurde zum Dogma erhoben - und war damit nicht mehr politisch verhandelbar.
  18. Unter dem Eindruck von Tschernobyl beschlossen die Sozialdemokraten auf ihrem Nürnberger Parteitag im August 1986 den definitiven Rückzug aus der Kernenergie - übrigens gegen die Warnungen von Betriebsräten und Gewerkschaftern.
  19. Mit Verwunderung beobachte ich beispielsweise, dass Sozialdemokraten und Grüne die erneuerbaren Energien grundsätzlich nach anderen Maßstäben beurteilen als die Kernenergie.
  20. Während die Kernenergie einseitig verdammt wird, werden die erneuerbaren Energien mit einem positiven Vorurteil belegt, das viel mit Wunschdenken, aber wenig mit Realitäten zu tun hat.
  21. Warum wird von Sozialdemokraten und Grünen gleichzeitig verschwiegen, dass erneuerbare Energien wie die Photovoltaik, die Geothermie oder Biogas rund zehnmal höhere CO2-Emissionen verursachen als die Kernenergie?
  22. Fragen, die für die künftige Energieversorgung dieses Landes von zentraler Bedeutung sind, werden einfach ausgeblendet: Woher soll unser Strom nach einem Ausstieg aus der Kernenergie kommen?
  23. Wie stellen wir ohne die Kernenergie die Grundlast sicher?
  24. Wie sollen wir diese Klimaschutzziele ohne die CO2-freie Kernenergie erreichen?
  25. Können wir uns wirklich leisten, auf die Kernenergie zu verzichten?
  26. Aus diesem Grund hält er die Kernenergie zumindest mittelfristig für unverzichtbar.
  27. In den meisten europäischen Ländern und in der ganzen Welt hat in den vergangenen Jahren ein Umdenken hinsichtlich der Kernenergie stattgefunden.
  28. Insbesondere die junge Generation, die nach Tschernobyl aufgewachsen ist, nähert sich dem Thema Kernenergie mit neuer Offenheit.
  29. Zum 50-jährigen Jubiläum der Lobbyorganisation Atomforum eröffnet der SPD-Politiker den Wahlkampf um die Zukunft der Kernenergie in Deutschland.
  30. *Pflichtfeld Fenster schliessen Die Aufregung um Fehler und Pannen im deutschen Atommülllager Asse in Niedersachsen bringt zu einem Zeitpunkt, da viele Staaten weltweit wieder auf Kernenergie setzen, die Atomwirtschaft in Deutschland erneut in Misskredit.
  31. Seit 2000 aber, als die rot-grüne Regierung in Berlin den Ausstieg aus der Kernenergie beschloss und sich mit der Energiewirtschaft auf einen Kompromiss einigte, rührt sich unter Tage in Gorleben nichts mehr.
  32. Merkel lobte dagegen, das Forum habe in den vergangenen 50 Jahren stets einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Kernenergie geleistet.
   Assoziationsgraph für den 03.07.2009 zu »Kernenergie«

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